EBSW lud zum kurzweiligen Sommertreffen nach Arnbach ein

 

Der Evangelische Blinden- und Sehbehindertendienst Württemberg e.V. (EBSW) ist eine Gemeinschaft von blinden und sehbehinderten Menschen und deren Angehörigen und Freunden, die sich nicht nur zum Erfahrungsaustausch treffen, sondern sich auch mit dem Wort Gottes beschäftigen und austauschen. Ein wichtiges Anliegen besteht auch darin, anderen Menschen, die sich in einer ähnlichen Lage befinden, mitzuteilen wie man mit dem Glauben lebt.

Mitglieder des EBSW vom Bezirk Neuenbürg/Calw sahen daher mit Freude dem angekündigten Sommertreffen im Gemeindesaal bei der Arnbacher Lutherkirche entgegen und wurden auch diesmal wieder von einem bunten Programm beeindruckt, das vom Ehepaar Sigrid und Horst Becht so liebevoll zusammengestellt wurde. Während die meisten Teilnehmer aus der näheren Umgebung anreisten, befanden sich unter den Anwesenden auch Mitglieder, die einen längeren Anfahrtsweg hinter sich hatten, so z.B. die Geschäftsführerin des EBSW, Frau Ingrid Haag aus Backnang zusammen mit Gästen aus Stuttgart als auch Vorstandsmitglied Herr Jakob Rein aus Freudenstadt mit Gattin.

 

“Gemüse” - so hieß das Thema des Tages, das den rund 40 Teilnehmern in dekorativer, nachdenklicher, musikalischer, fröhlicher und natürlich auch leckerer Weise serviert wurde. Nach Begrüßungsworten von Sigrid Becht und Ingrid Haag setzte Pfarrer Stefan Itzek aus Bad Wildbad die Veranstaltung mit einem geistlichen Impuls in Bewegung. Er begeisterte die Anwesenden wieder mit einem selbstgeschriebenen Text, diesmal über den Heiligen Geist zur weltbekannten Melodie “One moment in time” von Whitney Houston. Besonders für die Teilnehmer aus Arnbach und Niebelsbach erweckte das Auftreten des Pfarrers – mit Gitarre umgeschnallt und kräftiger Stimme singend – zugleich wertvolle Erinnerungen an Pfarrer Bruno Stahl. In dem folgenden Grußwort des zweiten Vorsitzenden vom Arnbacher Kirchengemeinderat wurde auch auf die besondere Bedeutung von Gemüse in der Bibel eingegangen. Einerseits ist Gemüse eine königliche und gehaltreiche Speise, andererseits aber auch ein Zeichen der Mahnung zu gegenseitiger Rücksichtnahme. Die Überleitung zum Mittagessen bildete ein Kanon gefolgt von Pfarrer Itzek’s Tischgebet. Sicherlich nicht unerwartet wurde ein schmackhafter Gemüse-Eintopf (mit Würstchen als Alternative) serviert.

Ingrid Haag berichtete nach dem Essen u.a. vom EBSW Jahresfest, das kürzlich in Stuttgart stattfand als auch von den zukünftigen Veranstaltungen, Freizeiten und anderen Angeboten (wer sich für mehr Informationen interessiert sei an die Webseite des EBSW, www.ebsw-online.de, verwiesen oder möge sich direkt an Sigrid Becht, Lutherstraße 12, Arnbach wenden). So erzählte sie u.a. auch vom Chor des EBSW, der aus 30 Aktiven (Sehbehinderte und Sehende) besteht und von einem Blinden geleitet wird! Frau Haag ging daraufhin kurz auf die Komplexität ein, mit der eine solche Aufgabe erfolgreich bewältigt werden kann. Als Sehender merkt man erst welche Tricks und Finessen man sich z.B. bereits beim Einsatzgeben einfallen lassen muss. Nicht nur für Blinde und Sehbehinderte gilt unabhängig von den vielen offensichtlichen Schwierigkeiten, dass man stark bleiben und weitermachen muss und sich insbesondere auf die Gnade Gottes verlassen als auch dankbar dafür sein soll.

Letzteres zeigte sich auch im folgenden, beschwingten Teil des Nachmittags, der mit dem Kartoffellied eingeleitet wurde. Dieses ertönte stimmungsvoll mit Gitarre und Gesang, vorgetragen von Herrn Wilhelm Hönig (der im Juni seinen 91. Geburtstag feiern darf!) und Gattin aus Schömberg. Im Anschluss daran bekamen zwei Mitglieder des Akkordeon-Spielring Schwann mit einem Gastspieler die freudige Aufgabe, die Anwesenden mit Evergreens und Volksliedern zum Singen einzustimmen. In die Pausen zum Luft holen eingestreut gab es ansprechende Kurzvorträge zum Thema “Gemüse”. Dass dieser Teil des Programmes gelungen war, ersieht man daran, dass der dafür vorgesehene Zeitplan kräftig überschritten wurde.

Selbst diejenigen, die einen weiteren Anfahrtsweg in Kauf genommen hatten, waren von diesem Treffen sehr angetan und hätte nicht für manche der bestellte Fahrdienst schon vor der Tür gewartet, wäre man noch länger im Gemeindesaal bei Kaffee, (Gemüse-)Kuchen und Gesprächen zusammengesessen.

Das nächste Treffen in Arnbach steht übrigens schon fest, es wird am 8. Dezember stattfinden.

 

Selbstverständlich soll auch an dieser Stelle den tatkräftigen Helfern gedankt werden, die sich beim Aufbau, bei der Durchführung und beim Abbau zur Verfügung gestellt und somit zum trefflichen Ablauf beigetragen haben.