Gäste vom Sperlingshof geben Impuls

Ein segensreiches Leben braucht das richtige Fundament

 

 

Auch am 17. Juni zog sich wieder ein ansprechendes Thema als Leitgedanke durch den Arnbacher Impuls-Gottesdienst bis hin ins anschließende Mittagessen. Diesmal ging es um “Gute Zeiten – Schlechte Zeiten”, d.h. eine Thematik, in die sich jeder hineinversetzen kann. Wie gestalte ich mein Leben, dass ich auch in den schlechten Zeiten gewappnet bin? So wurden die knapp 100 Gottesdienstbesucher bereits am Eingang mit einem Mini-Marsriegel empfangen (der einen Baustein symbolisieren und an notwedige Bauvorhaben und Energiereserven erinnern sollte) und selbst in der Dekoration der Tische für’s Mittagessen konnte man anhand der Kekshäuschen die zwei menschlichen Bauweisen wiedererkennen, die in Matthäus 7, 24-27 von Jesus vorgestellt werden.

 

Pfarrer Maisenbacher freute sich besonders, die Gäste vom heilpädagogischen Kinder- und Jugendhilfezentrum Sperlingshof aus Remchingen begrüßen zu dürfen, die die Gestaltung des Impuls-Gottesdienstes weitgehend übernommen haben. Beziehungen zwischen der Arnbacher Kirchengemeinde und dem Sperlingshof bestehen schon seit längerem: zum einen hat eine Delegation des Hilfezentrums bereits vor weinigen Jahren an einem Gottesdienst in der Lutherkirche teilgenommen, und zum anderen hat sich der Arnbacher Frauenkreis schon seit einiger Zeit besonders für die Unterstützung der Kinder und Jugendlichen im Sperlingshof eingesetzt. Wie im Kurzinterview mit dem pädagogischen Leiter, Raffael Biscardi, zum Ausdruck kam, feiert der Sperlingshof dieses Jahr Jubiläum, das 90-jährige Bestehen dieser Einrichtung wird am 1. Juli gebührend gefeiert, zu dem er alle herzlich einlud. 65 Kinder und Jugendliche werden derzeit im Sperlingshof betreut, von denen 15 zusammen mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nach Arnbach angereist waren.

Den Einführungen folgte ein Anspiel, das die Darstellung von Matthäus 7 (auf Fels oder auf Sand gebaut) bildhaft näherbrachte. Ein Bauherr war sehr über den Zustand seines neu errichteten Hauses bestürzt und versuchte verzweifelt vom Architekten als auch Pfarrer zu erfahren, was zum Einsturz des Neubaus geführt habe. Während die Antwort des Architekten oft typisch für die heutige Zeit stehen könnte (“das mit dem Sand ist mir nicht aufg’fallen und den Rest hab ich halt g’macht, mit dem was da war”), macht der Pfarrer darauf aufmerksam, dass jeder für sich Vorsorgemaßnahmen treffen sollte, die nicht nur auf materielle Dinge sondern auch auf das Leben an sich anzuwenden sind.

 

In seiner Ansprache veranschaulichte Diakon Jens Diefenbacher die Situation anhand einer brandaktuellen Sportart, indem er darauf aufmerksam machte wie wichtig das Lernen (Theorie), Trainieren (Praxis bzw. Erfahrung) und das Vertrauen zum Trainer sind, um zum Erfolg zu gelangen. Dennoch sind auch Fußballer möglichen Rückschlägen nicht gefeit (wie die EURO2012 belegt). Aber genauso wie der Mensch in Jesus’ Geschichte, der sein Haus auf felsenfestes Fundament baute (er kennt die Gebote der Bibel, handelt danach und vertraut auf Gott), ist man außerdem auf Stürme besser vorbereitet. Das bedeutet aber auch, dass obwohl das Haus zwar nicht einstürzt, die Instandsetzung sowie Ausbesserung von Rissen, Bruchstellen und anderen Schäden im Leben nicht ausbleiben werden. Letzteres kann nur mit Gottvertrauen und seiner Hilfe bewerkstelligt werden.

Die einzelnen Abschnitte des Gottesdienstes wurden wie gewohnt mit modernen Liedern aufgelockert und bereichert, die die Thematik des Tages aufgriffen. Mitglieder der Arnbacher Hauskreise als auch eine Band bestehend aus Gitarren und Keyboard gespielt von Mitarbeitern und Jugendlichen vom Sperlingshof belebten das gemeinsame Singen der neuen melodischen Kompositionen. Es versteht sich, dass die Kollekte als Zeichen der Verbundenheit an das Kinder- und Jugendhilfezentrum weitergeleitet wurde. Dort wird man diese zur dringenden Erneuerung des Spielplatzes einsetzten. Das anschließende Mittagessen im Gemeindesaal gab zusätzlich die Möglichkeit, sich mit den Kindern und Jugendlichen als auch deren Betreuern zu unterhalten.

 

Selbstverständlich hat man sich auch um die anwesenden jüngeren Kinder gekümmert. Vor der Ansprache von Diakon Diefenbacher hatten diese die Alternative den Gottesdienst zu verlassen, um am eigens dafür bestimmten Kindergottesdienst teilzunehmen. Dieser wurde von Gudrun Ochner and Svenja Rayker zum Thema des Tages aus Matthäus 7 vorbereitet und gestaltet.