Kirche vor Ort ist kostbarer Hoffnungsträger

Manuel von Kahlden vom ICF Karlsruhe war Gastredner beim Impulsgottesdienst am letzten Sonntag im Oktober. Er ist stellvertretender Gemeindeleiter einer Kirche, die sonntags drei bis vier Gottesdienste anbietet. Wenn es also um die Frage geht, wozu die Kirche da ist, kann er bestimmt Auskunft geben.

Gerade die lokale Kirche sollte den Menschen schon heute einen Vorgeschmack vermitteln, wie das Reich Gottes, das Jesus verkündet hat, aussieht und gelebt werden kann. Ein Ort an dem Schuld, Wut und Bitterkeit, Angst, materielle Wünsche und der Drang nach Anerkennung in Vergebung, Frieden, Mut und Freude, Freiheit und echte Gemeinschaft übergehen.

Ausgerüstet mit einer Schaufel verdeutlichte er, dass es dabei um einen Schatz geht, der schon lange da ist, den man aber bisher nicht sehen konnte und den es auszugraben gilt. Es ist ein Schatz, der durch Vorschriften und ungeschriebene Gesetze, die Nebensachen zu Hauptsachen machen, tief vergraben liegt. Jesus Gleichnis vom versteckten Schatz (Matth. 13, 44) macht klar, dass nicht die Moral, sondern Freude, Begeisterung und Überzeugung der Antrieb hinter dem Ausgraben sind. Ebenso klar ist, dass schwere Arbeit und hohe Kosten damit verbunden sind - also Merkmale, die dazu führen, dass neue Prioritäten gesetzt und unliebsame Entscheidungen in Privat- und Berufsleben getroffen werden müssen. Dass es sich trotzdem rentiert, illustrierte Manuel von Kahlden mittels Beispielen aus seiner Gemeinde.

Was Gottes Liebe in Menschenherzen bewirken kann, ist etwas, das es sonst an keinem Ort dieser Welt gibt als dort, wo dieser Schatz, d.h. das Reich Gottes, zum Vorschein kommt. Damit war auch die Antwort gefunden, die im treffenden Anspiel der Familie Kessler gesucht wurde: Die lokale Kirche ist ein kostbarer Schatz, den es sich lohnt neu auszugraben!