Brennen ohne auszubrennen !?

Oft fühlen wir uns leer, kraftlos und ausgebrannt. Zu diesem persönlichen Zustand kommen dann auch noch Unglücksnachrichten wie in den vergangenen Tagen hinzu. Und man fragt sich, wie lange geht das so weiter? Woher bekommen wir die Motivation und von welchen Motiven lassen wir uns leiten, diese Zeiten der Niedergeschlagenheit und Angst hinter uns zu lassen? Mit diesem immer wieder heißen Thema beschäftigte sich der Arnbacher Palmsonntag-Impulsgottesdienst.

Mit ihrem gekonnten Anspiel machte Simone Kessler auf die verzweifelte Lage eines Menschen aufmerksam, der auf der Suche nach Erfüllung und Lebenssinn ist.

Diese Situation griff Wolfgang Isenburg, Leiter der "Gefährdetenhilfe Wegzeichen e.V." aus Enzklösterle in seiner Predigt auf und berichtete lebhaft aus eigener Erfahrung: Es gibt Zeiten, in denen man selbst als Christ jegliche Beziehung zu Jesus verloren hat, es kommt zum Stillstand im Glauben. Einen solchen Glauben nimmt niemand mehr ernst - gerade auch die Menschen nicht, die mit Christsein nichts anfangen können. Glaube ohne Funken und ohne Leidenschaft ist nicht ansteckend oder weitergebbar. Langeweile tritt ein. Genauso erging es einer der größten Persönlichkeiten des Alten Testaments: Mose. Ägypten lag ihm zu Füßen, doch wollte er die Dinge in seine eigenen Hände nehmen und sein Volk, die Hebräer, retten. Mit dem Ergebnis, dass er flüchten musste. Nach 40 Jahren als Schafhirte trat der lebendige Gott in sein Leben, um mit einem außergewöhnlichen Ereignis - dem brennenden Dornbusch (2. Mose 3, 1-4) - sein Glaubensmuster entscheidend zu verändern. Moses Neugier, dieses Phänomen näher zu untersuchen, brachte eine Richtungsänderung in seinem Denken mit sich. Der Busch brennt, ohne zu verbrennen. Genauso soll es mit dem Glauben sein. Seit sich Gott uns als Mensch in Jesus Christus offenbart hat, können wir mit Paulus sagen: Christus lebt in mir, man muss sich darauf einlassen. Jesus lässt meinen Glauben aufflammen und gibt uns zu verstehen, dass er uns nicht Kraft und Antrieb gibt, sondern dass er die Kraft und der Antrieb in uns ist. Falls wir uns von Jesus abwenden, wird irgendwann das Ausbrennen einsetzen. Wenn wir uns Jesus zuwenden, merkt man, dass es keine andere Alternative gibt.

Die Moderatorin Angela Richter regte mit dem Fazit "Ist Jesus alles was Du hast, hast Du alles was Du brauchst" die Zuhörer zum weiteren Nachdenken an. Der Leitgedanke des Gottesdienstes "Alternativlos Jesus" wurde unterstrichen von den Liedern, die die Gemeinde mit Unterstützung des Hauskreis-Chores unter der Leitung von Stefan Werner am Saxophon, gesungen hat. Auch diesmal wurde die Palmsonntagsfeier mit einem gemeinsamen, wohlschmeckenden Mittagessen im Gemeindesaal abgerundet.