Lass Dich ansprechen !

Impulsgottesdienst in der sonnigen Laier

80 Gottesdienstbesucher durfte Angela Richter bei strahlendem Sonnenschein auf der Wiese neben dem Lehrgarten des Arnbacher Obst- und Gartenbauverein (OGV) in der Laier begrüßen. Als Redner hatte Dr. Christoph Mehl aus Ludwigsburg zugesagt. Hauptberuflich ist er Personalentwickler der Maschinen- und Anlagebaufirma Dürr in Bietigheim. Aufgrund seines abgeschlossenen Theologiestudiums ist er zudem einer von sechs ehrenamtlichen Pfarrern in der Württembergischen Landeskirche.

Menschenkenntnis ist im Bereich Kommerz als auch Seelsorge von grundlegender Bedeutung. So war diesem Gottesdienst, der unter dem Leitspruch “In der Ruhe liegt die Kraft” stand, ein Text zugrundegelegt (Lukas 10, 38-42, von den beiden unterschiedlichen Schwestern Martha und Maria), der menschliches Einfühlungsvermögen erfordert.

Der Kerngedanke dieser Geschichte wurde in einem Anspiel von Simone Kessler und Waltraud Roth treffend in Szene gesetzt: Die Arbeit im Garten ist gerade in der Erntezeit äußerst wichtig und erlaubt keinen Aufschub, wenn es z.B. um das Einsammeln der reifen Früchte geht – also nach dem Motto “erst die Arbeit, dann das Vergnügen”. Auf der anderen Seite ist die Zeit zum Ausruhen, Regenerieren und Kraft schöpfen ebenfalls notwendig, um sich wieder auf das Kommende vorbereiten und konzentrieren zu können.

Der knappe und prägnante Bericht des Evangelisten Lukas lässt uns zunächst verwundert und fragend zurück. Um die Verhältnisse zu verstehen, müssen wir uns bemühen und uns in die Geschichte hineinversetzen. Dr. Mehl brachte dazu den Zuhörern das Gespräch mit Jesus spürbar näher. Ist denn das Zuhören (Maria) besser als das Dienen (Martha)? Nein! Es geht hier nicht um den Vergleich zweier Verhaltensweisen – also nicht um Lob und Tadel! Vielmehr geht es darum, sich zur geeigneten Zeit von Gott ansprechen zu lassen, um zu erfahren, was uns selbst angeht und was lebensnotwendig für uns ist. Alles andere ist dann zweitrangig. Jesus legt uns nicht darauf fest, was wir als unsere Stärken halten. Wir brauchen allerdings Kraft, um das tägliche Leben zu meistern. Zuhören und Handeln sind deshalb beide zur entsprechenden Zeit erforderlich. Der Glaube wächst nur durch beides: das Zuören und das Handeln! Wer die Predigt von Dr. Mehl nachlesen möchte, kann sie hier herunterladen.

 

Tatkräftige Unterstützung beim Singen erhielt die Gemeinde von Stefan Werner, der mit Gitarre und Saxofon für die musikalische Begleitung sorgte. Die im Bibeltext angesprochene Gastfreundschaft wurde im anschließenden Mittagessen im Lehrgarten des OGV unterstrichen und lud zu weiteren Gesprächen ein. Ein herzlicher Dank an den OGV für die Einladung und gelungene Organisation!