Den Höchsten finden - der Sinn von Weihnachten

 

Wie die Geburt Jesu Menschen zum Guten verändert, das haben die Kinder der Arnbacher Kinderkirche bei ihrem beeindruckenden Krippenspiel am Heiligen Abend in der vollbesetzten Lutherkirche eindrucksvoll vermittelt.

 

Pfarrer Traugott Maisenbacher brachte zum Ausdruck, „dass es eine Aufgabe und ein Ziel ist, den Höchsten zu finden und nicht beim Kleinen hängen zu bleiben“. Und genau das war den Kindern mit der Aufführung der Weihnachtsgeschichte eindrucksvoll gelungen. Moderiert  wurde die Kinderkirche von Selina Ochner und Svenja Rayker. Die Schriftlesung erfolgte durch Leander Vischer.

Großes geleistet haben neben dem Moderatoren-Duo auch die Mitarbeiter der Kinderkirche, allen voran Yvonne Maisenbacher, Gudrun Ochner und Carmen Werner, die sich auch das ganze Jahr über in lobenswerter Weise einbringen, bekräftigte Pfarrer Maisenbacher.

 

Von Josefs Vater wussten Maria und Josef, dass Bethlehem zwar eine kleine, aber gastfreundliche Stadt sei. Und genau dort suchte das Paar nach einer Unterkunft, denn die Füße von Maria waren müde und der Rücken schmerzte. Doch wegen der Volkszählung waren alle Unterkünfte ausgebucht. Hoffnung schöpften Maria und Josef deshalb bei der Herberge „zum freundlichen Tor“. Doch der garstige Wirt hatte nach seiner Aussage keinen Platz für Fremde. Ein Einsehen mit der schwangeren Maria und Josef hatten allerdings die Frau des Wirtes und deren Tochter Hannah, die dem Paar heimlich den trockenen Stall anboten, wo Maria und Josef ein Dach über dem Kopf fanden. Nichts Gutes vermutete der Wirt auch hinter den Hirten, die ohne ihre Schafherde auf der Suche nach dem Stall waren, wo ihnen nach der Botschaft der Engel der Heiland geboren war. Gutes Geschäft dagegen witterte der Wirt, als die drei Weisen im glitzernden Brokat sich auf dem Wege befanden. Doch all das Mühen des Wirts war vergebens, denn diese feinen Herren wollten ganz und gar nicht in den Gasthof, sondern waren ,wie auch die Hirten, auf der Suche nach dem Höchsten. Zumal zuvor schon König Herodes die Weisen auf einen falschen Weg geführt hatte. Der Wirt war ganz auf sich alleine gestellt, denn seine Frau und die Verwandten würdigten ihn tagelang keines Blickes, weil er die armen Leute weggeschickt hatte und nicht mitbekommen hatte, dass das Kind im Stall, Jesus, der Retter der Welt, das Ziel war. Zu spät erkannte der Wirt seinen Fehler und wollte sich bei Maria und Josef entschuldigen, doch die waren schon längst auf der Flucht, denn Herodes wollte in Bethlehem alle Neugeborenen töten. Beachtung beim Wirt fanden die edlen Herren, aber „den Höchsten“ hat er missachtet, bekräftigte Pfarrer Maisenbacher, der das Krippenspiel als „schlau“ bezeichnete, das dennoch Anlass zum Nachdenken gab.

 

In Erinnerung an die toten Bootsflüchtlinge im Mittelmeer hinterfragte der Seelsorger, „was wir mit den Menschen machen, die in Not und auf der Flucht sind und am Ende auch keine Herberge fanden“. „Wenn wir den Höchsten finden und die Botschaft mitnehmen, dass Jesus, der Retter, die Welt und uns verändern will, was wäre das dann für ein Weihnachten“, resümierte Maisenbacher. Doch bevor es Weihnachten in den Familien wurde, brachten die Kinder der Kinderkirche nicht nur gesanglich zum Ausdruck „trägt in die Welt nun ein Licht“, sondern schloss sich vielstimmig von der gesamten Kirchengemeinde gesungen, das traditionelle „O du fröhliche“ an.

Musikalisch umrahmt wurde das Krippenspiel vom Bläserensemble.

Fotos und Text Jürgen Keller