G’horcht, guggt un g’staunt hemmer

Zum Senioren-Nachmittag mit dem Mundart-Preisträger Wolfgang Müller hatte die evangelische Kirchengemeinde Arnbach am 4. Februar eingeladen. So viele Besucher waren der Einladung gefolgt, dass im Gemeindehaus noch zusätzlich Platz geschafft werden musste und das fleissige Helferteam alle Hände voll zu tun hatte.

Nach der Begrüßung durch Pfarrer Maisenbacher stellte Hildegard Rinke den aus SWR4 bekannten “Gutsele”-Autor mit seinen vielfältigen Gaben vor: Er ist schon fast 40 Jahre als Lehrer an der Pestalozzi-Förderschule tätig und als Referent in der Erwachsenen-Bildung unterwegs. Daneben engagiert er sich ehrenamtlich in der badischen Landeskirche. Vor einigen Jahren hat er die Mundart als geeignete Mittlerin zwischen Menschen, die sich etwas zu sagen haben, für sich und seine Gesprächspartner entdeckt. Dies hat ihm viel Anerkennung und einige Preise eingebracht. Seine mundartliche Auslegung eines Psalms beeindruckte die Gäste und man spürte, dass er voll und ganz hinter dem steht, was er sagt.

Seine Heimat im Pfinztal mit Eltern, Großeltern und den unterschiedlichsten Dorfbewohnern hat ihn geprägt und er konnte viele Anekdoten – lustige, aber auch zum Nachdenken anregende – zum Besten geben. In den Geschichten mit Oma und Opa nahm man deutlich die Liebe und Wertschätzung für seine Großeltern wahr. Aus seinem unlängst erschienenen Buch “Waisch, was e moin?” las er u.a. vom “Bodewetter”, von der “Zivilcourage”, vom “Reschtwert”, “Wiedersehe” und “Gnug gschwätzt” vor. Es sprudelte nur so aus ihm heraus und man hätte noch länger zuhören können; Herrn Müller wären die Themen sicherlich nicht ausgegangen.

 

Am Ende des kurzweiligen Nachmittags bedankte suich Pfarrer Maisenbacher bei Wolfgang Müller. Hildegard Rinke überreichte neben Selbstgebackenem auβerdem ein gutes Tröpfle. Sie wies dann auch noch auf den nächsten Senioren-Nachmittag in Arnbach am 4. Marz hin. Dann soll der Frühling gefeiert werden. Weiterhin lud sie bereits schon zum Halbtagsausflug am 22. April nach Baden-Baden ein. Mit dem Segen verabschiedete Pfarrer Maisenbacher die Besucherinnen und Besucher.