Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen

 

Seit vielen Jahren feiern wir jedes Jahr in ökumenischer Gemeinschaft im Gemeindehaus in Arnbach den Weltgebetstag der Frauen. So haben wir uns auch in diesem Jahr wieder in den weltumspannenden Kreis eingefügt und mit Menschen auf der ganzen Welt Gottesdienst nach der von französischen Frauen erarbeiteten Liturgie gefeiert.

 

Viele Frauen haben sich einladen lassen etwas mehr über unser Nachbarland Frankreich, mit dem uns seit fünfzig Jahren die Deutsch-Französische Freundschaft verbindet, zu erfahren. Schon der Eingangsbereich stimmte uns mithilfe der Dekoration mit landestypischen Elementen und mit viel Liebe zum Detail sofort auf das Land ein.

 

Nach der Begrüßung in ökumenischer Vielfalt und einer kurzen Landinformation haben Konfirmandinnen den Gottesdienst eröffnet. Das Thema: Ich war fremd- und ihr habt mich aufgenommen, ist in Frankreich und auch bei uns in Deutschland derzeit sehr aktuell. Dies wurde uns auch durch die Auslegung des Predigttextes verdeutlicht.

 

Unser Musikteam hat es uns wieder sehr leicht gemacht, die wunderschönen Lieder, die vorgegeben waren, mitzusingen. Als das letzte Lied verklungen war, wurden wir mit der sprichwörtlichen französischen Küche verwöhnt und durften die von fleißigen Händen zubereiteten Speisen genießen.

 

Es war ein sehr schöner und eindrücklicher Abend. Es wurde sehr deutlich, dass auch in Anlehnung an unsere Jahreslosung in diesem Jahr, wir alle als Fremde auf dieser Erde unterwegs sind. Wir leben und verweilen nur eine kurze Zeit hier. Jede hat schon fremdsein erlebt. Mit der Verknüpfung der Bänder, die wir zu Beginn erhalten hatten, machten wir uns deutlich, dass wir auch als einander Unbekannte alle miteinander verbunden sind, weil wir einen gemeinsamen Ausgangspunkt als Kinder Gottes haben. Gerade deshalb sind wir angehalten, unseren kleinen Beitrag der Nächstenliebe zu leisten und niemanden in seiner Not zu übersehen. Dazu trugen auch die Spenden die für die Aktionen weltweit und auch für das vorgestellte Projekt in Frankreich bei. Auch die getätigten Einkäufe des Weltladens tragen dazu bei, dass Menschen Unterstützung und faire Hilfe erfahren.

(Waltraud Roth)